Coronazeiten……………………………………….

DER PANTHER

IM JARDIN DES PLANTES, PARIS

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Worauf warten wir noch?

ist ein Gedicht von Rilke

Ein schöner, gerechter und vornehmer Ausgleich der Dinge

besteht darin, dass, wie Krankheit und Kummer übertragbar sind,

nichts in der Welt so sehr ansteckend wirkt, wie Gelächter

und gute Laune.

Charles Dickens (1812-1870) englischer Erzähler,

nicht nur für Bayern

ein Gruß zum Wochenende

Seltsam san de Zeitn wordn,
ois hat a bisserl sein Wert verlorn.
Ganz vorsichtig geht jeda mitn andren um,
staada is ois wordn, und manches fast stumm.
I vermiss des Lacha des einfach so kimmt,
i vermiss den Tag wo ma aufsteht und ois stimmt,
i vermiss des Lacha im Gsicht vo de Leut,
ois is so staad wordn, so vorsichtig heid.
I vermiss de Worte de selbstverständlich warn,
de Zeitn wo ma einfach san zu Freunde gfahrn,
wosd ned überlegt hast, derf i des no,
wo ned so vui a Problem war, wia fang i des o.
I vermiss de Umarmung, de einfach so kimmt,
jemand der einfach in Arm di nimmt,
a Trost vo Herzn den ma a zoagt,
und ned überlegt und nach de Folgn fragt.
I vermiss de Unbekümmertheit,
und de unbeschwerte Freundlichkeit,
den blödn Spruch derf ma nimma macha,
man traut sich ja scho fast nimma lacha.
Wos is denn los auf dera Welt,
bin i denn der oanzige dem des fehlt?
Doch a freundlichs Wort oda a liabs Lacha,
des konn ma doch trotzdem so leicht macha.
I wünsch euch de Kraft trotz allem glücklich zu sein,
und dass ma ned verlernen uns über Kloanigkeiten zum gfrein.
I schick euch a Lächln und mi dads gfrein,
deads a bisserl glücklich sein.
A scheena Gedanke, a liabs Wort,
und de traurigen Gedanken schick ma fort.

Miriam Obermaier